Nordrhein-Westfalen setzt seine Meisterprämie für Handwerksmeister auch im Jahr 2026 fort – und zahlt frisch geprüften Fachkräften ein einmaliges Bonusgeld in Höhe von 2.500 Euro aus. Diese Förderung ist Teil einer breiten Offensive, um dem anhaltenden Fachkräftemangel im Handwerk gezielt entgegenzuwirken und mehr Menschen für eine berufliche Aufstiegsqualifikation zu motivieren.
Was genau steckt hinter der Meisterprämie 2026?
Die Meisterprämie NRW richtet sich an alle, die ihre Meisterprüfung in einem zulassungspflichtigen oder bestimmten zulassungsfreien Handwerk erfolgreich bestanden haben. Pro Person gibt es einmalig 2.500 Euro – als finanziellen Anreiz und Anerkennung für die anspruchsvolle Fortbildung.
Dieses Programm läuft bereits seit Mitte 2023 und hat seither tausende neue Meisterinnen und Meister hervorgebracht. NRW stellt für das Jahr 2026 insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung, um die Förderung fortzusetzen.
Wer kann die Prämie erhalten?
Die Meisterprämie wird unter bestimmten Voraussetzungen vergeben:
- Die Meisterprüfung muss in einem Handwerksberuf nach der Handwerksordnung (Anlage A oder B1) abgelegt worden sein.
- Hauptwohnsitz zum Zeitpunkt der Zeugnisausstellung muss in Nordrhein-Westfalen gelegen haben.
- Antragstellung muss innerhalb von drei Monaten nach Ausstellung des Meisterprüfungszeugnisses erfolgen – danach verfällt der Anspruch.
- Personen, die bereits in einem anderen Bundesland eine Aufstiegsprämie erhalten haben, können diese Förderung nicht erneut bekommen.
Neues Antragsverfahren ab 2026
Ab dem 1. Januar 2026 wird die Meisterprämie ausschließlich digital beantragt. Der Weg über die Handwerkskammern entfällt. Stattdessen müssen neue Handwerksmeister ihre Daten und Nachweise über ein onlinebasiertes Portal des Europäischen Sozialfonds (ESF) einreichen. Dazu zählen unter anderem persönliche Angaben, Bankverbindung und ein Upload des Meisterprüfungszeugnisses.
Warum die Prämie wichtig ist
Die Kosten für eine Meisterausbildung sind hoch und können je nach Gewerk zwischen etwa 5.000 und 15.000 Euro oder mehr liegen. Die Meisterprämie deckt diesen Aufwand zwar nicht vollständig, aber sie senkt die finanzielle Hürde spürbar und macht den Schritt zur Meisterprüfung für viele Gesellen attraktiver.
Zudem spielt der Meistertitel im Handwerk eine große Rolle nicht nur als Qualifikation, sondern auch für Unternehmensnachfolge, Existenzgründung, Ausbildung und Fachkräfteentwicklung. Genau hier setzt die Förderung an, um langfristig die Zukunft des Handwerks in NRW zu sichern.
Fazit
Die Fortsetzung der Meisterprämie NRW im Jahr 2026 bedeutet einen klaren Anreiz für junge Handwerker, den Meistertitel anzustreben und so dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Wer die Voraussetzungen erfüllt, sollte die Fristen und das neue Online-Antragsverfahren gut kennen, um die 2.500 Euro Förderung nicht zu verpassen.





